Januar 1983

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Februar 1983



Schützenbrüder waren fleißig

Ramsbecks Schützenbrüder nutzten die Tage nach Weihnachten und die ersten Wochen im neuen Jahr zu umfangreichen Ausbauarbeiten an der Schützenhalle. Nachdem Wärmetechnikingenieure die Umwandlung des Daches vom Kaltdach in ein Warmdach dringend empfohlen hatten, mussten begleitend zu den Außenarbeiten der Firma Metten auf dem Dach Lüftungsschlitze innerhalb der Halle geschnitten werden.

Als nachteilig erwies sich dabei, dass beim Bau der Halle eine Folie auf das Dach gelegt worden war, zum Teil sogar die Bretter direkt auf diese Folie genagelt worden waren. Ca. 50 qm der Dachbretter waren infolge dieser unsachgemäßen Arbeit bereits verfault und müssen beim weiteren Abdichten des Daches von oben entfernt und ersetzt werden.

An allen Stellen, an denen die Bretter direkt auf die Folie genagelt worden waren, wurden die Heraklitplatten mit einer Motorsäge entfernt, was mit erheblichem Staub verbunden war. Dann wurden Rigipsplatten angenagelt, verputzt und gestrichen. Durch diese Maßnahme wurden die Lichtverhältnisse in der Halle erheblich verbessert. Es wurden insgesamt 500 qm Rigips angebracht, auch in den beiden Treppenhäusern.

Diese Arbeiten haben in aller Deutlichkeit gezeigt, dass das wichtigste Ausbauziel in der Ramsbecker Schützenhalle die Sanierung des Daches sein muss, die zu einem Drittel bereits vollendet ist. Alle Akteure - es war wie immer ein kleiner Kreis - freuen sich nach wochenlangem Abplacken, dass ihre Schützenhalle wieder ein bisschen heller, freundlicher und wohnlicher geworden ist.

Der TuS Valmetal berichtet

Alle Mannschaften des TuS Valmetal haben sich in der Winterpause durch intensives Training auf die Rückrunde vorbereitet. Die 1. Mannschaft absolvierte mehrere Trainingsspiele, wobei das Ergebnis nicht im Vordergrund stand. Dementsprechend waren die Spieler motiviert.

Die 1. Mannschaft begann in der Bezirksliga die Rückrunde mit einem überzeugenden 4:1 Sieg gegen SV Calle-Wallen. Nachdem man zur Halbzeit noch mit 0:1 zurücklag, gelang Uwe Pusch, nach langer Verletzung wieder mit gewohnter alter Leistungsstärke, mit einem unhaltbaren Freistoß der Ausgleich. Den Rest besorgte dann Hubertus Noll mit einem lupenreinen Hattrick (für unsere Nichtfachleute: drei Tore hintereinander in einer Halbzeit), wobei der erstmals für die Erste spielende Emanuel Fritsch wertvolle Vorarbeit leistete.

Die 2. Mannschaft trat ersatzgeschwächt in Olpe an, da Uwe Pusch, Reinhard Droste und Emanuel Fritsch in den Bezirksligakader aufrückten. Trotzdem gelang ein 5:1 Sieg, an dem wesentlich Michael Wachsmann mit zwei Toren und Peter Wigge, Hubert Richter und Klaus Bathen als Torschützen beteiligt waren. Mit diesem wertvollen Auswärtssieg bestätigte die „Zweite” nachdrücklich ihre führende Position in der Kreisliga B.

Puddingstollen

Neben dem Hause Windpassinger am Ende der Pfannenstraße befand sich früher ein Versuchsstollen, der wegen seines Wasserreichtums sehr kühl war. Diesen Umstand nutzten die Nachbarn dieses Stollens in früheren Jahren, als es noch keine Kühlschränke gab, dort ihren sonntäglichen Pudding kalt zu stellen. Pfiffige Jungen aus der Nachbarschaft hatten dieses natürlich schnell spitz bekommen und verschafften sich eine zusätzliche, wenn auch unerlaubte Bereicherung ihres Nachtisches. Wie uns Herbert Nagel erzählte, nannten die Jungen diesen Stollen deshalb nur „Puddingstollen”. Heute ist der Stollen wie viele andere Stollen zugeschossen, weil sich einmal drei Jungen im Venetianerstollen verlaufen hatten.

Pastor Holly dankt

Wir erhielten von Pastor Holly ein Schreiben, in dem er uns bittet, allen seinen Dank für die Aufmerksamkeiten anlässlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres zu übermitteln. Er schreibt:

Obwohl ich die Vollendung meines 70. Lebensjahres in aller Stille begehen wollte, ist mir vom Kirchenvorstand, vom Pfarrgemeinderat und der Frauengemeinschaft ein Empfang bereitet worden, an dem sich auch die örtlichen Vereine beteiligten. Einige Mitglieder unserer Frauengemeinschaft ließen den Empfang zu einer familiären Feier werden, die mich sehr überraschte. Für alle Gebete, Messfeiern, Geschenke, mündlichen, schriftlichen und fernmündlichen Gratulationen, kurz für alle Zeichen der Anerkennung meines langjährigen hiesigen Wirkens danke ich herzlich, besonders im Gebet und in der Messfeier.

Gerhard Holly, Pastor in Andreasberg

Andreasbergs Feuerwehr berichtet

Am 8. Januar fand im Feuerwehrgerätehaus in Andreasberg unsere diesjährige GV statt. Löschgruppenführer Bernhard Richter konnte bis auf einen alle aktiven Kameraden begrüßen, dazu auch einige passive Förderer. Dazu kamen noch einige prominente Gäste aus der Gemeinde Bestwig: Gemeindedirektor Werner Vorderwülbecke, Karl-Josef Susewind vom Ordnungsamt, Gemeindebrandmeister Heinz Eickler und sein Stellvertreter HBM Rudolf Senger.

Nach dem Gedenken für den verstorbenen Heinrich Röttgen wurde der Tätigkeitsbericht des abgelaufenen Jahres verlesen. Wieder stellte sich die Löschgruppe viele Stunden in den Dienst des Dorfes: Drei Einsätze, zweimal Feuerschutz, dazu Teilnahme am großen Zapfenstreich, Martinszug, Volkstrauertag und Aktion Rumpelkammer. Insgesamt wurden über 800 Stunden geleistet.

Gemeindedirektor Vorderwülbecke zeigte sich hocherfreut über die geleistete Arbeit und stiftete einige Liter guten Gerstensafts aus seiner Privatschatulle. Er zeigte Verständnis dafür, dass die Wehrmänner nach getaner Arbeit in ihrer „kleinen Kneipe” ein Bier (auf eigene Kosten) gönnten.

Wieder nahmen Wehrmänner an Fortbildungsveranstaltungen teil. Michael Birk und Eberhard Dickmann besuchten mit erfolg den TM 2-Lehrgang, Günther Mikitta beendete den Maschinistenlehrgang mit sehr gutem Erfolg. Höhepunkt des Jahres war zweifellos die Anschaffung des neuen LF8-Löschfahrzeuges. Für dieses Fahrzeug, dessen Einweihung noch aussteht, bedanken sich Andreasbergs Feuerwehrmänner sehr herzlich beim Rat und der Verwaltung der Gemeinde Bestwig.

Hilfe geht eigene Wege

Bei der Adventsfeier der Andreasberger Frauengemeinschaft wurde spontan der Entschluss gefasst, zu Weihnachten eigene Wege zu beschreiten, um Menschen eine Freude zu bereiten. Von einer Praktikantin im Landeskrankenhaus in Warstein wussten die Frauen, dass die Bewohner der Anstalt besonders zum Fest allein auf sich gestellt sind, da sich Angehörige oft nicht um sie kümmern.

Es wurden 30 Päckchen gemacht, wobei man darauf achtete, dass für „ihn” und für „sie” eine kleine Überraschung bereitlag. Dazu wurden noch 20 Tüten mit Selbstgebackenem gefüllt. Eine Abordnung unter der Leitung der Vorsitzenden der KFD Maria Schulte überbrachte diese Gaben. Die Freude der Beschenkten hat die Geber überrascht und berührt.

Altengemeinschaft Andreasberg

Auf ein erfolgreiches Jahr kann die Andreasberger Altengemeinschaft zurückblicken. Zu dem monatlichen Treffen im Pfarrheim von St. Barbara kommen immer 20 bis 25 ältere Menschen, wobei die Frauen in der Überzahl sind. Dort wird gemütlich Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, wobei die Frauengemeinschaft von St. Barbara die vorbildliche Betreuung übernimmt. Anschließend vergessen die „Alten” in fröhlichen Plauderstunden den normalen Alltag. Gefeiert wird Karneval oder besinnlich der Advent. Zweimal flog man aus; Bad Driburg und das Siegerland waren Ziele in der weiten Welt.

Endlich wieder Leichtathletik

Seit dem 7. Januar 1983 lebt die Leichtathletikabteilung des TuS Valmetal wieder. Jeden Freitag trainiert von 17-19 Uhr Winfried Kraft diese früher einmal erfolgreiche Sportgruppe. Waren zum 1. Übungsabend nur acht Männer erschienen, so waren es beim nächsten Mal doppelt so viele. Wir rühren sehr gerne die Werbetrommel, denn bei genügender Beteiligung ist eine Untergliederung nach Altersgruppen vorgesehen. Ein Helferkreis hat sich zur Mitarbeit bereiterklärt.

Winfried Kraft, der aus Oberhausen nach Ramsbeck kam, bemühte sich bereits 1973 sehr erfolgreich um die Leichtathletikabteilung, ehe er berufsbedingt diese Tätigkeit aufgeben musste. Der 50 Jahre alte Bergmann konnte damals bemerkenswerte Erfolge im Sportabzeichenwettbewerb , bei Waldlaufmeisterschaften und Sportfesten mit seiner meist jugendlichen Truppe erringen. Wir wünschen der wiederbelebten Sportabteilung viel Erfolg.

Sänger hatten Generalversammlung

Der 1. Vorsitzende Alfons Schneider konnte zur GV der Chorgemeinschaft MGV Eintracht Ramsbeck 30 aktive Sängerinnen und Sänger begrüßen. Zur Zeit hat der Chor 16 Sängerinnen und 25 Sänger. Im Geschäftsbericht waren für das abgelaufene Jahr vermerkt: Teilnahme am Gemeindemusikfest in Nuttlar, Mitgestaltung der 100-Jahr-Feier der Kapelle in Berlar, Teilnahme am 100-jährigen Jubiläum in Eversberg und Beteiligung am Singen am Dorfbrunnen. Letztere Veranstaltung, die nicht besonders gut organisiert schien, wurde fälschlich als Chorveranstaltung angesehen.

Solide wie immer war Leo Voßwinkels Kassenbericht, der gesunde Kassenverhältnisse zeigte. Kein Wunder, denn Leo hat dieses Amt seit 32 Jahren inne. Bei den Vorstandswahlen zeigte man Kontinuität: 1. vorsitzender Alfons Schneider, 2. Schriftführerin Jungmutter Monika Förster, 2. Kassierer Karl-Heinz Schirrey.

Chorleiter Friedrich Schroeder lobte den guten Besuch der Chorproben in letzter Zeit, bat aber um mehr Konzentration bei den Proben. Vor allem die Altstimme der Frauen benötigt dringend Verstärkung. Man müsse sich durch positives Auftreten ins Gerede bringen, dann würden vielleicht neue Sänger zum Chor stoßen.

Am 3. September lädt die Chorgemeinschaft jetzt schon alle Ramsbecker sehr herzlich zu einem Gesangfest ein, das aus Anlass des 120-jährigen Bestehens des Chores in der Ramsbecker Schützenhalle stattfindet. Am genauen Jubiläumstage am 30. April ist ein Festkommers geplant, bei dem verdiente Sänger geehrt werden sollen.

Für das laufende Jahr sind weiter geplant eine Wanderung, die Teilnahme am Freundschaftssingen in Berge und das Weihnachtskonzert. Aktivste Sänger waren mit 37 von 38 Chorprobebesuchen Hildegard und Josef Steinberg, sowie Maria Nölke. Zweimal fehlten nur Hans Nölke und Margret Stehling, vor Kurt Stechling und Karl-Heinz Schirrey mit 35 Besuchen. Angenehm überraschte die Sängerschar die Ankündigung des Vereinswirts Dieter Bunzenthal, den Chor in seine Vaterstadt Karlshafen an der Weser einzuladen.